Der Gasballon

Gasballonbez

Der Gasballon ist mit Wasserstoff oder Helium gefüllt. Dieses Gas ist wesentlich leichter als die umgebende Luft. Zieht man vom Luftgewicht das Gasgewicht ab. erhält man die Tragkraft. Damit der Ballon gesteuert werden kann, wird Sand und Wasser mitgeführt. Will man steigen wird Ballast abgeworfen. Will man sinken, kann über eine Steuerleine ein Ventil am Top betätigt werden um Gas abzulassen. Um das Sinken abzubremsen, muss wieder Ballast abgeworfen werden.

Je mehr Ballast mitgeführt wird, umso länger kann die Fahrt dauern. Thermische Einflüsse wie Wolken (Schatten) oder Thermik beeinflussen das Gleichgewicht und lassen den Ballon steigen oder sinken. In stabilen Luftmassen kann auch stundenlang ohne Ballastverbrauch gefahren werden. Am Abend kühlt die Luft ab, das Traggas verliert an Volumen und der Ballon beginnt zu sinken. Pro Nacht werden ca. 80-100 kg Ballast aufgrund der Temperaturunterschiede verbraucht. Am Morgen erwärmt die Sonne das Traggas und der Ballon beginnt wieder zu steigen. An einem Gordon Bennett Rennen nehmen die Teams ca. 700 kg Ballast mit auf die Reise. Mit einem Gasballon sind Dauerfahrten von mehreren Tagen möglich. Den Dauerrekord hat Wilhelm Eimers zusammen mit Bernd Landsmann 1995 am Gordon Bennett Rennen ab Wil / Schweiz aufgestellt. Die Beiden waren über 92 Stunden unterwegs.